Mehr Massnahmen gegen Drogenkonsum
Im Juli 2026 sind die polizeilichen Massnahmen gegen Drogenkonsum im öffentlichen Raum verschärft und auch die sozialarbeiterische Unterstützung ausgebaut worden.
In den vergangenen Sommerwochen war die Belastung durch sichtbaren Drogenkonsum an mehreren Orten angestiegen. Besonders betroffen waren die Bäckeranlage, das Kasernenareal, der Bereich Hauptbahnhof/Gleis 3 und Gessnerallee sowie abends der Schanzengraben. Offener Drogenkonsum, Drogenhandel, grössere Gruppen und daraus entstehende Konflikte erschwerten dort den Aufenthalt im öffentlichen Raum.
Die Stadtpolizei Zürich hatte ihre Präsenz und Kontrollen bereits erhöht. Seit dem 16. Juli 2026 behandelte sie die vier besonders belasteten Gebiete als polizeiliche Brennpunkte. Zu den Massnahmen gehörten situationsangepasste Patrouillen, zusätzliche Fusspatrouillen, Personenkontrollen, Wegweisungen bei Störungen der öffentlichen Ordnung sowie Ermittlungen gegen den Betäubungsmittelhandel. Die Stadt hielt daran fest, dass Drogenkonsum und Drogenhandel im öffentlichen Raum nicht toleriert würden. Konsumierende wurden kontrolliert und je nach Situation an Konsumräume verwiesen oder weggewiesen.
Gemeinsam mit der Stadtpolizei war auch sip züri verstärkt in den betroffenen Gebieten im Einsatz. Die Bevölkerung wurde gebeten, bei grösseren Gruppen, offenem Drogenkonsum, Drogenhandel oder aggressivem Verhalten die Stadtpolizei zu verständigen. Bei einzelnen Personen mit Unterstützungsbedarf oder sozialarbeiterischen Anliegen sollte sip züri kontaktiert werden.
Nach Angaben der Stadt reichten polizeiliche Massnahmen allein jedoch nicht aus. Deshalb wurden auf der Bäckeranlage während des Sommers Veranstaltungen durchgeführt, um das Gebiet stärker zu beleben. Zudem wurden Reinigung und Unterhalt an die aktuelle Situation angepasst, und das Beratungsangebot «Ein Bus» war regelmässig vor Ort.
Zur Entlastung des öffentlichen Raums trugen ausserdem die drei städtischen Kontakt- und Anlaufstellen (K&A) sowie der Raum für Konsum und Triage (K&T) bei. Da die Nachfrage nach diesen Angeboten gestiegen war und die bestehenden Einrichtungen an ihre Kapazitätsgrenzen gelangten, setzte die Stadt die Suche nach einem Standort für eine vierte Kontakt- und Anlaufstelle fort.
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Symbolbild: Zürich Opernhaus | Quelle: pixabay