Weniger Bussgelder, mehr Rotlichtverstösse
Die Stadtpolizei Zürich ahndete 2025 weniger Verkehrsübertretungen als 2024 und nahm dadurch auch weniger Geld aus Ordnungsbussen ein. Gleichzeitig stieg die Zahl der Rotlichtverstösse deutlich an.
Die Stadtpolizei Zürich stellte im Jahr 2025 insgesamt 869’554 Ordnungsbussen aus. Das sind rund 47’600 weniger als im Vorjahr. Die Einnahmen beliefen sich auf 56,2 Millionen Franken und lagen damit 5,7 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert sowie 5,4 Millionen Franken unter dem Budget.
Während sich die Zahl der Parkbussen mit 407’250 Fällen praktisch nicht veränderte, nahmen Geschwindigkeits- und Rotlichtverstösse zu. Wegen überhöhter Geschwindigkeit wurden 341’719 Bussen ausgesprochen, ein Plus von 1,1 Prozent. Bei Rotlichtmissachtungen registrierte die Stadtpolizei 87’277 Verstösse – 7,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Als Hauptgrund nennt die Stadt eine neue Rotlichtüberwachungsanlage am Escher-Wyss-Platz.
Deutlich zurückgegangen sind hingegen Verstösse gegen Zufahrts- und Fahrverbote. Hier sank die Zahl der Bussen um 91 Prozent auf noch 5’846 Fälle. Die Stadt führt dies auf die seit 2024 angepasste Kontrollstrategie an der Langstrasse zurück.
Insgesamt wurden 92 Prozent aller Übertretungen im anonymen Ordnungsbussenverfahren erledigt. Die übrigen acht Prozent gingen im ordentlichen Verfahren an die Strafverfolgungsbehörden. Zusätzlich erfasste die Stadtpolizei 27’462 weitere Übertretungen ausserhalb des Ordnungsbussenkatalogs – ein Anstieg von 5,2 Prozent.
Nach Angaben der Stadt setzt die Stadtpolizei weiterhin sowohl auf automatische Verkehrskontrollen als auch auf Präventionsarbeit. Dazu gehören Verkehrsinstruktionen an Schulen sowie Kontrollen im Umfeld von Schulhäusern, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen.